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Category: Browser
Thunderbird Profil Manager
Ich teste gerade den E-Mail-Clienten Thunderbird unter Windows XP. Die Installation und Einrichtung eines E-Mail-Kontos war sehr schnell und einfach bewältigt. Allerdings vermisste ich die Möglichkeit weitere Profile einzurichten. Profile (bei Microsoft als Identitäten bezeichnet) sind sinnvoll, wenn der Rechner von mehreren Personen für E-Mails benutzt wird oder wenn - wie in meinem Fall - die Zahl der E-Mail-Konten in einem Profil unübersichtlich würde.

Bei Mozilla und seinem Nachfolger Seamonkey ist das eine leichte Übung, bei Thunderbird 2 ist die Unterstützung für mehrere Profile zwar vorhanden aber gut versteckt.

Zuerst muss man ein weiteres Profil erstellen. Die Anleitung in Englisch ist aktueller, hier ein Übersetzung des Abschnitts Create a new profile für Windows XP Nutzer:
Um ein neues Profil zu erstellen wird der Profil Manager verwendet. Um den Profil Manager unter Windows zu starten sind folgende Schritte notwendig:
1. Schließe Thunderbird komplett (wähle Datei > Beenden im Thunderbird Hauptmenue)
2. Wähle Start > Ausführen im Windows Startmenue
3. Gebe thunderbird.exe -ProfileManager ein und drücke Return
Danach lassen sich wie gewohnt Profile erstellen und verwalten. Bevor man ein neues Profil erstellt sollte man aber unbedingt das Häcken vor Beim Starten nicht nachfragen entfernen. Sonst muss man bei jedem Profilwechsel den ausführlichen Weg wie oben beschrieben gehen.

Insgesamt hat man jetzt eine Möglichkeit, mehrere Profile zu benutzen. Allerdings ist sie nicht so komfortabel wie unter Mozilla/Seamonkey. Bei jedem Neustart muss man das gewünschte Profil angeben und zum Profilwechsel Thunderbird neustarten.

Komfortabler geht es mit dem PROFILESWITCHER. Die Erweiterung fügt im Menü Datei zwei Unterpunkte ein: Launch another Profile und Open Profile Manager, mit denen sich komfortabel das Profil wechseln lässt. Nach der Installation lässt sich das Häckchen Beim Starten nicht nachfragen im Profil-Manager wieder entfernen (es kann allerdings sein, dass man jetzt den PROFILESWITCHER ein zweites Mal installieren muss).

Alles in allem lässt mit diesen Tricks auch in Thunderbird bequem mit mehreren Profile arbeiten. Den PROFILESWITCHER gibt es leider nur in Englisch, wenn ich eine deutschsprachige Lösung entdecke, ergänze ich das hier noch. icon_smile.gif
Category: Diverses
Der aktuelle Fall von Zensur bei Flickr zeigt wie sehr man als Nutzer von Webdiensten auf seinen Anbieter angewiesen ist. Natürlich ist es schön ein Fotoalbum oder ein Blog kostenlos und mit geringem Aufwand für Einrichtung zur Verfügung gestellt zu bekommen.

Bei Flickr hat eine Änderung der Nutzungsbedingungen und das Löschen von ungewünschten Fotos zu einem regelrechten Sturm der Entrüstung geführt. Als international tätiges Unternehmen will Flickr natürlich in keinem Land der Welt auffällig werden. Bei Fotos, die in Richtung Erotik gehen, sind aber die Ansichten weltweit unterschiedlich: was bei uns noch als Plakatwerbung mit erotischen Touch durchgeht, ist in anderen Ländern schon Pornographie. Im aktuellen Fall wurde von Flickr der deutsche Jugendschutz überschätzt. Auch bei politischen Themen und der Kritik an bestimmten Firmen wird es kritisch. Flickr hat wohl auch schon Kommentare entfernt, in denen über die Verletzung von Urheberrechten durch eine andere Firma diskutiert wurde.

Zurück bleiben frustrierte Nutzer, die sehr viel Zeit in eine Plattform investiert haben, die dafür gesorgt haben das sie populär wird, aber letztlich kein Mitspracherecht haben. Am Schluss entscheidet der Anbieter und letztlich dessen CEO, was veröffentlicht werden darf und was nicht. In seinem Artikel Wechsel nicht möglich beschreibt Till Westermayer ausführlich, warum es gar nicht so leicht ist, eine Online-Community wieder zu verlassen.

Als Nutzer ist und bleibt die eigene Plattform, die eigene Bildergallerie oder das eigene Blog, die beste Möglichkeit, um unabhängig zu bleiben. Es ist besser ein paar Euro in das Webhosting zu investieren, aber dafür über die eigenen Inhalte zu bestimmen. Nutzt man dann zusätzlich andere Plattformen, bleibt aber immer eine Rüchzugsmöglickeit für das Publizieren der eigenen Inhalte. Die eigene Unabhängigkeit sollte man sich auch im Web 2.0 erhalten.