Die Enwickler des Internet Explorer 7 schreiben ganz modern ein eigenes Blog. Sie appellieren jetzt an Webdesigner und Webentwickler die CSS-Hacks von Ihren Seiten zu entfernen und sie duch Conditional Comments zu ersetzen: "Call to action: The demise of CSS hacks and broken pages". Verkehrte Welt?

Microsoft hat sich jahrelang nicht um Webstandards gekümmert. Um Webseiten für den Internet Explorer 5 und 6 anzupassen, ist der Einsatz von CSS-Hacks oft unumgänglich. Auf eine Stunde CSS-Entwicklung für Mozilla bzw. Firefox, kommen bei mir ungefähr zwei bis drei Stunden Anpassung für die aktuelle Version des Internet Explorer. Ganz abgesehen von den Verzweiflungs- und den Wutanfällen, die auftreten, wenn die zehnte oder zwanzigste Änderung immer noch nicht zur gewünschten Darstellung im Internet Explorer führt.

Der neue Internet Explorer 7 soll sich jetzt an die Standards halten und diese Anpassungen überflüssig machen. Allerdings handelt es sich um eine Betaversion eines Browser, der nur unter Windows XP SP 2 läuft. Die aktuelle Verbreitung dürfte bei nährungsweise Null Prozent liegen und wie standardkonform der Browser wirklich ist oder wird, muss sich auch noch zeigen.

Ich werde deshalb keine Änderungen an meinem Webseiten vornehmen und weiterhin CSS-Hacks einsetzen, wenn sie notwendig sind. Den Internet Explorer 7 werde ich erst dann berücksichtigen, wenn er auf dem Markt ist und eine entsprechende Verbreitung hat. Bis dahin sollen die Entwickler des IE 7 unter dem CSS-Chaos leiden, für das ihre Firma in den letzten Jahren gesorgt hat.

[via BeBlog und perun.net]