Date: 08.12.2005
Category: Diverses
Nachdem die Biografie eines amerikanischen Journalisten verfälscht wurde, dürfen in der englischen Wikipedia nur noch angemeldete Nutzer neue Artikel erstellen. Berichte dazu gibt es unter anderen im österreichschen Standard: Internet-Rufmord bei Wikipedia und Wikipedia wird weniger frei.
Nachdem die Wikipedia einen größeren Bekanntheitsgrad erreicht hat, kommen jetzt auch die Probleme des Projekts mehr in die Öffentlichkeit. Das Spamproblem bei Wikis ist eigentlich ein alter Hut. In der Wikipedia sind viele Helfer nur damit beschäftigt, unsinnige Änderungen und Beiträge zu löschen. Um das zu sehen, reicht schon ein Blick in die Letzten Änderungen der deutschen Wikipedia.
Für fragwürdige Bearbeitungen in der Wikipedia gibt es viele Motive: der einfache Vandalismus, bei dem allein das Verändern Spaß macht. Oft wird auch Werbung in eigener Sache gemacht, durch Selbstdarstellung oder Links auf die eigene Website. Üble Nachrede ist auch problemlos möglich, solange man dafür sorgt, das man nicht über die IP erkannt werden kann und nicht zu offenkundig vorgeht. Und wenn nur genügend Leute mithelfen kann man auch eine ganze Partei oder Organisation promoten, schließlich hat die Wikipedia einen großen Bekanntheitsgrad und gute Suchergebnisse bei google & Co.
Ich persönlich halte den jetzigen Schritt der englischen Wikipedia für verspätet und unzureichend. In der Wikipedia sollten nur Nutzer Artikel bearbeiten dürfen, die sich angemeldet haben und zumindest eine gültige E-Mail-Adresse nachweisen können. Die Nutzer, die ernsthaft mitarbeiten wollen, werden sich auch anmelden. Und alleine die Anmeldung ist für viele Spammer eine riesige Hürde.
Ergänzung: Zu diesem Thema ist ein interessantes Interview mit Kurt Jansson, dem 1. Vorsitzenden der Wikimedia Deutschland e.V., in der Netzeitung erschienen: Wikipedia: Keine Abkehr vom Prinzip.
Nachdem die Wikipedia einen größeren Bekanntheitsgrad erreicht hat, kommen jetzt auch die Probleme des Projekts mehr in die Öffentlichkeit. Das Spamproblem bei Wikis ist eigentlich ein alter Hut. In der Wikipedia sind viele Helfer nur damit beschäftigt, unsinnige Änderungen und Beiträge zu löschen. Um das zu sehen, reicht schon ein Blick in die Letzten Änderungen der deutschen Wikipedia.
Für fragwürdige Bearbeitungen in der Wikipedia gibt es viele Motive: der einfache Vandalismus, bei dem allein das Verändern Spaß macht. Oft wird auch Werbung in eigener Sache gemacht, durch Selbstdarstellung oder Links auf die eigene Website. Üble Nachrede ist auch problemlos möglich, solange man dafür sorgt, das man nicht über die IP erkannt werden kann und nicht zu offenkundig vorgeht. Und wenn nur genügend Leute mithelfen kann man auch eine ganze Partei oder Organisation promoten, schließlich hat die Wikipedia einen großen Bekanntheitsgrad und gute Suchergebnisse bei google & Co.
Ich persönlich halte den jetzigen Schritt der englischen Wikipedia für verspätet und unzureichend. In der Wikipedia sollten nur Nutzer Artikel bearbeiten dürfen, die sich angemeldet haben und zumindest eine gültige E-Mail-Adresse nachweisen können. Die Nutzer, die ernsthaft mitarbeiten wollen, werden sich auch anmelden. Und alleine die Anmeldung ist für viele Spammer eine riesige Hürde.
Ergänzung: Zu diesem Thema ist ein interessantes Interview mit Kurt Jansson, dem 1. Vorsitzenden der Wikimedia Deutschland e.V., in der Netzeitung erschienen: Wikipedia: Keine Abkehr vom Prinzip.